Archäologie weckt Interesse an Frühgeschichte - Heimatverein Greven

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Archäologie weckt Interesse an Frühgeschichte

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Pfarrkirche St. Martinus - Geschichtsort seit dem 8. Jahrhundert
Fachgruppe Archäologie
 
Die Fachgruppe Archäologie im Heimatverein Greven e.V. will

  • Interesse für Vor- und Frühgeschichte wecken,
  • Bodendenkmäler Grevens erhalten,
  • Forschung und Weiterbildung betreiben,
  • Fundstellen suchen, dokumentieren und melden,
  • bei Ausgrabungen mithelfen und
  • Exkursionen durchführen.

Ein wichtiges Anliegen der Fachgruppe Archäologie ist die Unterstützung der Stadt Greven und des LWL bei der Auffindung, der Dokumentation und der  Erhaltung der Grevener Bodendenkmäler. Dazu zählen neben der Burg Schöneflieth und der Haschhoffsburg die Landwehren, der Max-Clemens-Kanal und einige frühgeschichtliche Grabhügel.
 
So wurde z.B. angeregt und mitgeholfen, die alten Grundrißmarkierungen der Burg Schöneflieth zu erneuern und eine weitere Erklärungstafel anzubringen. Erstmalig erhielt auch die Haschhoffsburg eine solche Tafel.


Aus der Arbeit der Fachgruppe Archäologie Presseschau



Leiter der Fachgruppe: Thomas Maron

Kontakt:

Torfstraße 28, 48477 Hörstel
Tel.: 01 76 / 98 44 11 13

Das Archäologische Fachgebiet im Heimatverein Greven e.V.

Hans Röttgers, der langjährige Leiter der Fachgruppe Archäologie erinnert sich an die Anfänge der archäologischen Forschungen im Heimatverein Greven e.V.:

"Mitte Juni 1984 trafen sich im Kolpinghaus Greven 23 Personen, um ein Archäologisches Fachgebiet unter Leitung von Klaus Sackmann zu gründen. Anwesend waren dabei auch der damalige Vorsitzende des Heimatvereins Greven, Dieter Bez, und ein Archäologe des Amts für Bodendenkmalpflege in Münster. Dies machte von Anfang an deutlich, dass das Fachgebiet sich einerseits in erster Linie mit der Vor- und Frühgeschichte des Grevener Gebietes beschäftigen und andererseits eng mit den Archäologen aus Münster zusammenarbeiten wollte.

Im Hintergrund stand u.a. die Tatsache, dass nur etwa  5% aller wichtigen Fundstellen, d.h. der sogenannten Bodenurkunden, gerettet werden können, also 95% für immer verloren gehen, wo der Mensch in den Boden eingreift. Man denke nur an die Erschließung von Baugebieten, den Straßenbau, die Entsandung von Ackerflächen oder auch nur deren Bearbeitung mit tiefgehenden Pflügen. Das Fachgebiet wollte auch deutlich machen, dass archäologische Funde nicht nur in Griechenland und Italien, Köln oder Trier zu erwarten sind, sondern auch in unserer nächsten Nachbarschaft.

Als Beispiel sollen die Grabungen im Gebiet der Entsandung des "Olden Esches" in Wentrup dienen, wo Mitglieder der Fachgruppe im Januar 1985 u.a. Stücke eines großen Gefäßes aus der vorrömischen Eisenzeit entdeckt hatten, was sofort auf starkes Interesse der Archäologen stieß und die erwähnten Grabungen auslöste.

Es wurden bis zum Jahre 1992 am Menningbäumer Bach, nahe der Ems, Teile einer Siedlung aus der mittleren Eisenzeit und auch aus dem Frühmittelalter (Hofanlage mit Grubenhäusern)  gefunden und untersucht. Wenn zwischendurch einmal kein Geld oder keine Zeit zur Verfügung standen, wurden die Mitglieder der Fachgruppe unter Aufsicht der Fachleute auch selber tätig und konnten Erfahrungen sammeln. Insbesondere wurde ihnen die Dokumentation der alten Eschstruktur (Langstreifenflur, Wölbäcker) übertragen, die jetzt in der alten Post zu sehen ist.

Die wissenschaftliche Auswertung der Grabung "Olden Esch" ist wegen Personalmangels bis heute nicht  vollständig abgeschlossen, doch der begutachtete Teil der Funde des  Fachgebietes Archäologie ist zurückgegeben worden und steht dem Heimatverein Greven zur Verfügung."

Bildnachweis: Markus Ahlert, Privat
(c) Heimatverein Greven - 2022
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