Die Haschhoffsburg - Heimatverein Greven

Direkt zum Seiteninhalt

Die Haschhoffsburg

.
Pfarrkirche St. Martinus - Geschichtsort seit dem 8. Jahrhundert
Die Haschhoffsburg - die versteckte Burg

Die Haschhoffsburg ist eine typische Wallburg des frühen bis hohen Mittelalters. Eine Fläche von ca. 150 x 100 m war durch einen hohen Erdwall und einen 8 m breiten Graben geschützt. Östlich der Burg schloss sich eine Vorburg an, die ebenfalls von einem Wall umgeben war. Auf dem Wall hat sicher eine hölzerne Palisade gestanden. Zwei Bäche und sumpfiges Gelände boten zusätzlichen Schutz vor Angreifern.

Hausbauten konnten bislang nicht gefunden werden, vielleicht bestanden sie nur aus Holz. In der Burg wurden einige Scherben entdeckt. Mit diesen Informationen konnte man die Haschhoffsburg in das 10. bis 12. Jahrhundert nach Christus datieren, vielleicht in die Zeit König Heinrichs I., als vor über 1000 Jahren in Mitteleuropa wegen der drohenden Überfälle durch die Ungarn an vielen Stellen Burgen gebaut wurden.  

Der ursprüngliche Name der Haschhoffsburg ist nicht bekannt. Ihren heutigen Namen hat sie von dem alten Schultenhof Haschhoff, der 1245 von dem Ritter Hermann von Laer an das Agidiikloster in Münster verkauft wurde. Zu dieser Zeit waren von der Burg wahrscheinlich nur noch Wälle und Gräben übrig. Heute steht die gesamte Anlage unter Denkmalschutz.


Bildnachweis: Markus Ahlert, Hans Röttgers, LWL Münster
(c) Heimatverein Greven - 2022
Zurück zum Seiteninhalt