Heimathaus Alte Post
Alte Münsterstraße 8
48268 Greven

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Mi. und Sa. 10:00 - 12:00 Uhr

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Arbeitskreis Archäologie

  • Interesse für Vor- und Frühgeschichte wecken
  • Erhalten der Bodendenkmäler Grevens
  • Forschung und Weiterbildung
  • Fundstellen suchen, dokumentieren und melden
  • Mithilfe bei Ausgrabungen
  • Exkursionen

 

Der Archäologische Arbeitskreis im Heimatverein Greven (AKG)

 

Burg Schöneflieth

Mitte Juni 1984 trafen sich im Kolpinghaus Greven 23 Personen, um einen Archäologischen Arbeitskreis unter Leitung von Klaus Sackmann zu gründen. Anwesend waren dabei auch der damalige Vorsitzende des Heimatvereins Greven, Dieter Bez, und ein Archäologe des Amts für Bodendenkmalpflege in Münster. Dies machte von Anfang an deutlich, dass der Arbeitskreis sich einerseits in erster Linie mit der Vor- und Frühgeschichte des Grevener Gebietes beschäftigen und andererseits eng mit den Archäologen aus Münster zusammenarbeiten wollte.

Im Hintergrund stand u.a. die Tatsache, dass nur etwa 5% aller wichtigen Fundstellen, d.h. der sogenannten Bodenurkunden, gerettet werden können, also 95% für immer verloren gehen, wo der Mensch in den Boden eingreift. Man denke nur an die Erschließung von Baugebieten, den Straßenbau, die Entsandung von Ackerflächen oder auch nur deren Bearbeitung mit tiefgehenden Pflügen. Der Arbeitskreis wollte auch deutlich machen, dass archäologische Funde nicht nur in Griechenland und Italien, Köln oder Trier zu erwarten sind, sondern auch in unserer nächsten Nachbarschaft.

 

Als Beispiel sollen die Grabungen im Gebiet der Entsandung des "Olden Esches" in Wentrup dienen, wo Mitglieder des Arbeitskreises im Januar 1985 u.a. Stücke eines großen Gefäßes aus der vorrömischen Eisenzeit entdeckt hatten, was sofort auf starkes Interesse der Archäologen stieß und die erwähnten Grabungen auslöste.

Es wurden bis zum Jahre 1992 am Menningbäumer Bach, nahe der Ems, Teile einer Siedlung aus der mittleren Eisenzeit und auch aus dem Frühmittelalter (Hofanlage mit Grubenhäusern) gefunden und untersucht. Wenn zwischendurch einmal kein Geld oder keine Zeit zur Verfügung standen, wurden die Mitglieder des Arbeitskreises unter Aufsicht der Fachleute auch selber tätig und konnten Erfahrungen sammeln. Insbesondere wurde ihnen die Dokumentation der alten Eschstruktur (Langstreifenflur, Wölbäcker) übertragen, die jetzt in der alten Post zu sehen ist.

 

Die vom Arbeitskreis Archäologie erkundete Haschhoffs-Burg im Grevener Norden.

Die wissenschaftliche Auswertung der Grabung "Olden Esch" ist wegen Personalmangels bis heute nicht vollständig abgeschlossen, doch der begutachtete Teil der Funde des AKG ist zurückgegeben worden und steht dem Heimatverein Greven zur Verfügung.

 

Erneuerung der Dauerausstellung zur Vor- und Frühgeschichte und des Mittelalters Grevens im Rathaus

 

Einführung und Eiszeit:

Im Herbst 2013 forderte die Stadtverwaltung den Heimatverein auf, die Vitrine mit der Archäologischen Dauerausstellung im Rathaus zu räumen, weil die Stadtwerke in dem Bereich ein Bürgerbüro einrichten wollten.

Diese Ausstellung hatte der Archäologische Arbeitskreis des Heimatvereins zusammen mit dem LWL 1988 eingerichtet. Vielen Bürgern, Schulklasssen und Stadtführungen diente sie zur Anschauung von der ältesten Geschichte Grevens bis hin zur Burg Schöneflieth. Auch vertrieb sie manchem vorm Bürgerbüro Wartenden die Zeit.

 

Verständlich, dass der Heimatverein sich sofort an die Verantwortlichen wandte. In einer Reihe von Gesprächen einigte man sich darauf, die Ausstellung in den Haupteingangsbereich zu verlegen, wenn auch aus Platzgründen in kleinerer Form. Die Finanzierung wurde durch die Sparkasse und den Heimatverein sichergestellt, während die Stadt die baulichen Vorbereitungen übernahm.

Der Heimatverein war sehr froh und dankbar, dass wiederum die LWL-Archäologie die Ausgestaltung und Bestückung der von der Firma Hassels Design gebauten Schauvitrine übernahm. In engem Kontakt mit dem Heimatverein entwarfen die Archäologin Christine Kersting und die Grafikerin Petra Altevers eine moderne, ansprechende, nicht überladene Ausstellung, die durchaus als Blickfang im Eingangsbereich taugt.

 

Mittelalter und Burg Schöneflieth.

Ausschließlich Fundstücke aus Greven, von der eiszeitlichen Tierwelt über Orakelsteinchen aus dem frühen Mittelalter bis hin zur Zeit der Burg Schöneflieth werden gezeigt und so ein anschaulicher Überblick über mehr als 100 000 Jahre Geschichte unserer Heimat geboten. Das alles vor einer die Zeitabschnitte farbig verdeutlichenden Rückwand mit Bildern und Erklärungen.

Bei der Eröffnung am 14. Januar 2016 konnte der Heimatverein außer den Ausstellungsmachern, den Bürgermeister und Herrn Professor Dr. Michael M. Rind, Direktor der LWL-Archäologie Westfalen-Lippe, sowie Herrn Dr. Ch. Grünewald begrüßen.

Vorstellung des AK Archäologie mit Zeitungsausschnitten im PDF-Format

Leiter des Arbeitskreises

Hans Röttgers
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